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Unser Selbstverständnis:
Die Wohngruppe Charlottenstraße ist eine stationäre WG mit 4 Plätzen. Sie liegt sehr zentral und dennoch in einer ruhigen Gegend, unterhalb der Achalm und hat einen guten Anschluss an das Reutlinger - Busnetz.
Wir unterstützen die BewohnerInnen im Bereich der Lebensführung und Problemlösung. Weiterhin bieten wir ihnen die Möglichkeit, Isolation und Einsamkeit zu überwinden, Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern, sowie Autonomie und Selbstständigkeit zu entwickeln. Ziel ist eine längerfristige Stabilisierung bei größtmöglicher Selbstständigkeit der BewohnerInnen durch individuelle Förderung und das Zusammenleben in der Kleingruppe.
Die MitarbeiterInnen sind zu festen Zeiten in der WG. Außerhalb dieser Zeiten sind sie im Büro oder aber über Handy zu erreichen. Im Bedarfsfall werden individuelle Termine mit den BewohnerInnen vereinbart.
Ein Mal in der Woche findet ein verbindliches Gruppengespräch statt, an dem alle BewohnerInnen teilnehmen müssen. Weiterhin führt die Bezugsperson ein bis zwei Einzelgespräche in der Woche durch, nach Vereinbarung auch mehr. Ein bis zweimal im Monat finden besondere Wochenendaktivitäten statt.
Des Weiteren bieten wir Hilfe und Beistand bei der Haushaltsführung (Einkaufen, Essen zubereiten, Reinigung, etc.), sozialanwaltschaftliche Unterstützung, bei Arztbesuchen, bei der Freizeitgestaltung, so wie Arbeitsplatz- und Angehörigengespräche an.

Welche Voraussetzungen müssen Interessierte mitbringen?
Von den BewohnerInnen wird erwartet, dass sie an der Bewältigung ihrer Probleme interessiert sind und sich um Schritte und Vereinbarungen bemühen, welche zu ihrer Stabilisierung beitragen.

Ziele unserer Arbeit:
Unsere Ziele orientieren sich an den modernen Erkenntnissen sozialpsychiatrischen Handelns. Wir erachten es als unseren Auftrag den Bewohnern ein Umfeld und die entsprechenden Hilfen anzubieten, damit sie menschenwürdig und selbst bestimmt leben können. Als besonderen Schwerpunkt, sehen wir die Integration psychisch erkrankter Menschen in die Gesellschaft an. Wir versuchen dies im Rahmen eines partnerschaftlichen und respektvollem Miteinander gemeinsam mit den Betroffenen zu erreichen
.

Ein Beispiel aus unserer Arbeit:
Herr X ist 40 Jahre alt. Er ist zu uns in die Wohngruppe gekommen, weil er vom betreuten Rahmen profitieren wollte. Aufgrund seines beeinträchtigten Selbstwertgefühls und seiner depressiven Erkrankung benötigte er vielfältige Hilfen. Er konnte aber im Zusammenleben mit anderen Menschen lernen, sich wieder zu behaupten und für sich neue Ziele definieren. Besonders profitieren konnte er von Gesprächen, die ihn in seiner Entwicklung positiv bestärkten. In der Zeit seines Aufenthaltes nahm er das Angebot, den Umgang mit modernen Kommunikationsmedien zu erlernen, wahr und konnte damit auch einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung einer Selbsthilfegruppe leisten.
Nach ca. 2 ½ Jahren äußerte er den Wunsch, sein Ziel in die Tat umzusetzen und in eine eigene Wohnung zu ziehen. Er wird weiterhin von seiner Bezugsperson ambulant betreut.

 

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